Maienrede 2003

 

Zum Maienfest laden wir Euch heute ein, kommt alle schnell herbei

Wir wollen heute glücklich sein, mein frohes Herz ist schon dabei.

 

Vor vielen hundert Jahren entstand das Fest der Main,

das wir es weiter tragen, soll unser aller Freunde sein.

 

So wie auch im letzten Jahr

fuhr unsere ganze Burschenschar zu des Grasses Höhen

weil dort die schönsten Tannen stehen.

 

Dieses Jahr kamen wir nicht pünktlich weg denn einer unserer Burschen lag noch im Bett.

 

Kaum im Walde angekommen, hat uns der Förster in Empfang genommen. Wir brauchten nicht viel Zeit uns zu besinnen

und die suche nach einer schönen Tanne konnte beginnen.

 

Wir liefen von einem zum anderen Ort

denn eine schöne Tanne fanden wir nicht sofort.

Nach langem hin und her gefiel uns eine Tanne sehr.

 

Nun gingen wir an unser Werk,

entschieden uns für den Riesen,

und gegen den Zwerg.

Dann half uns auch kein weh und ach,

der Riese viel um, sein Hut brach

ab.

 

Das Schicksal wollt`s, es sollte so kommen,

dann haben wir doch den Kleinen Genommen.

 

Einige Burschen konnten es nicht lassen,

und haben sich beim rauchen im Wald erwischen lassen.

 

 

Zusammen mit vereinter Kraft

haben wir ihn aus dem Wald geschafft.

Mit Tanne dann gingen wir auf Tour,

doch in der ersten Kurve stellte sich kurzzeitige ein Leitpfosten stur

 

Weiter ging es nach Gundersleben wo wir bei Speisen und Gesang

aushielten zwei Stunden lang.

                                                                                       

Voller Freude auf das Essen haben wir dem Wirt ein Liedchen

beigemessen.

 

Diese Rast hat uns sehr gefallen denn man hörten unsere Lieder bis auf die Straße schallen.

 

Beim gemütlichen Rundgesang,

riefen uns die Mädchen an.

Es konnte einfach nicht sein,

sie kamen nicht in den Saal hinein.

Denn der Kindertanz sollte nicht sein

Nach guter Organisation,

des Vorstandes dann,

fing der Kindertanz endlich an

 

Das leeren der Gläser ist einem Burschen nicht bekommen,

denn er war nach der Geburtstagsrunde so besoffen,

und hat unter den Tisch gebrochen

 

Endlich zu Hause angekommen haben wir das Tanne stellen in Angriff genommen.

 

Mit dem Gesang unserer Mädchen und 32 mal Burschenkraft

haben wir die Tanne  zum stehen gebracht.

 

Nach altem Brauch stand das Schreiben nun an nächster Stelle

dabei tranken wir so manches Helle.

 

Dieses Jahr ging es nicht ganz auf

denn der Jüngste ging ohne Mädchen nach Haus.

Die Stimmung zur Disco war sehr schön,

drum wollte keiner zum Birke holen gehen.

 

Einige Burschen haben es nicht geschafft,

die Birke zu holen aus eigener Kraft.

Sogar unser Pfingstochse war nach der Disco so angeschlagen,

und holte sich den Pfingstnachwuchs zum tragen.

Das Saubermachen war nicht famos,

und dann ging auch noch ein Streit unter den Damen los.

 

Um Schäden an der Tanne zu vermeiden,

bewachten wir sie von allen Seiten.

Einem Pfingstmädchen kam es kurzer Hand in den Sinn,

und stellte ein paar Brote für unsere Tannenwache hin.

 

Es schafften fast alle zeitig nach Haus,

trotzdem kam unser ältester Pfingstbursche zum Kutscheschmücken nicht heraus.

 

Am Sonntagmorgen zum Umzuge dann

zogen wir uns alle festlich an.

Wie immer so auch in diesem Jahr

stellten wir eine kleine Pferdeschar.

Die Eichsfelder Musikkapelle

war bei jedem Ständchen zur Stelle.

Auf das Wetter war dieses Jahr sehr verlass

denn wir wurden nur einmal nass

 

Dieses Jahr kostete der Umzug so viel Kraft,

deswegen hat ein Pfingstbursche sein Ständchen nicht geschafft.

Nach zwei Stunden schlaf war er wieder zur stelle,

und trank gleich wieder so manches Helle.

 

Die Ständchen haben sicher gut gefallen,

denn wir bekamen reichlich Lob und Gaben von allen.

 

Wir brachten unsere Pferde pünktlich nach Haus

und sahen zum Eintanzen sehr festlich aus.

Unsern Jüngsten traf es dieses Jahr sehr,

denn das Kreuz war für ihn zu schwer.

 

Zum ersten Tanze hin leerten sich die Wolken kräftig aus,

trotzdem kamen alle pünktlich heraus.

Bei Musik war am Abend noch viel los,

die Stimmung der Gäste war grandios.

 

Auch diesmal war der Platz auf dem Saal knapp bemessen,

deshalb haben wir wieder auf der Galerie gesessen.

Unseren Mittagsschläfer haben die Kräfte verlassen,

deswegen hat er sich zum Schlafe wieder niedergelassen.

 

Zum Frühschoppen stecke der Vorabend manchen noch sehr in den Knochen,

drum haben sie am Morgen auf dem Saalklo gebrochen.

Es ging wieder richtig lustig zu und wir leerten manches Glas im nu.

 

Auch zum Abendschmaus kam einer nicht rechtzeitig heraus,

und schlief auf der Treppe bei Sissi richtig aus.

Diesmal sollte beim Rausmarsch von Sissi alles anders sein,

so trafen die Burschen und die Mädchen getrennt am Saale ein.

 

Man hat zum Zweiten Tanze viel Dorfeinwohner vermisst,

weil’s vor dem Fernseher viel billiger ist.

Wenn so wenig zum Tanze gehen,

kann die Tradition nicht mehr lange bestehen.

 

Zur Nachfeier ging es wieder rund

und es wurde gefeiert bis zu späten Abendstund`.

Bei Sissi in der Schenke

und beim gemütlichen Plausch

klang für uns das Pfingstfest dann langsam aus.

 

Alles in allem kann ich wohl sagen,

wir haben das Pfingstfest wie immer recht gut vertragen.

 

 

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen,

allen Leuten Dank zu sagen,

die mit ihrem Schwung und ihren Gaben

zum Gelingen des Feste haben beigetragen.

 

Vielen Dank der Agrargenossenschaft,

dem Bestattungsinstitut Wicki,

den Altburschen,

sowie der Kapelle,

und den Burschenvätern auf alle Fälle,

kurz jedem dem hier Dank gebührt,

fühle sich hiermit geehrt. (SÄGEN)

 

Ihr werdet zapplig, ungeduldig, man merk es euch an,

das Tanzbein juckt hoffentlich schon jedermann.

Deshalb lad ich euch jetzt zum Tanze ein,

zu Bier und so manchen Gläschen Wein.

Lasst zu guter Musik Eure Hüften schwingen,

uns lachen, fröhlich sein und singen.

 

Die Kirchheilinger Main, lang hat sie uns Freude gebracht,

sie war schön und wir haben über andere Dörfer gelacht.

Wir sind sehr stolz auf diesen Baum,

mit ihn geht heut zu Ende unser Frühlingstraum.

Auf Burschen, lässt den Baum auf die Straße sinken,

denn ich habe jetzt Durst und muss was trinken.

 

 

Im nächsten Jahr werden wir vereint hier stehen

und an seiner Stelle einen noch schöneren sehen.   

 

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen unser Maibaum er soll fallen.