Maienrede 2004

 

Zum Maienfest laden wir Euch heute ein, kommt alle schnell herbei

Wir wollen heute glücklich sein, mein frohes Herz ist schon dabei.

 

Vor vielen hundert Jahren entstand das Fest der Main,

Das wir es weiter tragen, soll unser aller Freunde sein.

 

So wie auch im letzten Jahr,

Fuhr unsere ganze Burschenschar,

Zu des Grasses Höhen,

Weil dort die schönsten Tannen stehen.

 

Dieses Jahr kamen wir wieder nicht pünktlich fort,

Denn unser Tannen Chauffeur war noch nicht vor Ort.

 

Kaum im Walde angekommen,

Hat uns der Förster in Empfang genommen.

Wir brauchten nicht viel Zeit uns zu besinnen,

Und die suche nach einer schönen Tanne konnte beginnen.

 

Wir liefen von einem zum anderen Ort,

Denn eine schöne Tanne fanden wir nicht sofort.

Nach langem hin und her,

Gefiel uns eine Tanne sehr.

 

 

Wir haben recht behutsam gesägt, doch zu unser aller Schrecken,

Blieb die Tanne in einer Eiche stecken.

Wir mussten sehr mit der Eiche ringen,

Um unsere Tanne zu Boden zu bringen.

 

Dann half uns auch kein weh und ach,

Der Baum fiel um sein Hut brach ab.

Nachdem dem uns auch der 2. Baum zerbrochen,

Sind wir noch tiefer in den Wald gekrochen.

 

Der dritte war´s wir hatten glück,

Seht ihn euch an das gute stück.

Zusammen mit vereinter Kraft,

Haben wir die 28m aus dem Wald geschafft.

 

Verspätet ging es nach Gundersleben, wo wir bei Speisen und Gesang,

Aushielten zwei Stunden lang.

Voller Freude auf das Essen,

Haben wir dem Wirt ein Liedchen beigemessen.

 

Diese Rast hat uns sehr gefallen,

Denn man hörten unsere Lieder bis auf die Straße schallen.

Zum abschied des Busfahrers dann,

Stimmten wir alle ein hübsches Liedchen an.

Denn es war seine letzte tour,

Die er mit uns in den Walde fuhr.

 

Endlich zu Hause angekommen,

Haben wir das Tanne stellen in Angriff genommen.

Mit dem Gesang unserer Mädchen und 27 mal Burschenkraft

Haben wir die Tanne nach langem Kampf zum stehen gebracht.

Dabei ging uns eine Derbstange flöten,

Die müssen wir nächstes Jahr wieder löten.

 

Nach altem Brauch stand das Schreiben nun an nächster Stelle

Dabei tranken wir so manches Helle.

Ein Pfingstmädchen hat die Disco nicht vertragen,

Deswegen wurde sie vom jüngsten Burschen, früher heim getragen.

 

Dieses Jahr ging es nicht ganz auf,

Denn die drei Jüngsten gingen ohne Mädchen nach Haus.

Die Stimmung zur Disco war sehr schön,

Drum wollte keiner zum Birke holen gehen.

Außer 5 Burschen die hielten es nicht aus,

Und rückten zu früh in den Wald hinaus.

Das Saubermachen war nicht famos,

Und dann ging auch noch ein Streit unter den Damen los.

 

Drei Burschen scherten sich nicht um die Tradition,

Und ließen ihre Birken vom Vater mit dem Auto holen.

So war das Pfingstfest nicht gedacht,

Denn so wird der Brauch zu nichte gemacht.

Beim Birke holen dann,

Fegte eine Mücke getarnt durch das Feld,

So das, das Herz einiger Burschen vor schreck in die Hose fällt.

 

Um Schäden an der Tanne zu vermeiden,

Bewachten wir sie von allen Seiten.

Es schafften fast alle zeitig nach Haus,

Und kamen zum Kutsche schmücken pünktlich heraus.

Am Sonntagmorgen zum Umzuge dann,

Zogen wir uns alle festlich an.

 

Wie immer so auch in diesem Jahr,

Stellten wir eine kleine Pferdeschar.

Die Eichsfelder Musikkapelle,

War bei jedem Ständchen zur Stelle.

Auf das Wetter war dieses Jahr sehr verlass,

Denn wir wurden nicht ein mal nass.

 

Ein Bursche nahm sich diesmal die Zeit,

Und hat sich von seinem Haarschopf befreit.

Ein Vorstands-Bursche hatte Pech, sein Steigbügel ist gerissen,

Deswegen hat es ihn beim Galopp unter den Kastanien,

Aus dem Sattel geschmissen.

 

Die Ständchen haben sicher gut gefallen,

Denn wir bekamen reichlich Lob und Gaben von allen.

Wir brachten unsere Pferde verspätet nach Haus,

Und sahen zum Eintanzen sehr festlich aus.

 

Unser diesjähriger weg war etwas weiter,

Denn er führte uns zum alten Speicher.

Bei Musik war am Abend noch viel los,

Die Stimmung der Gäste war grandios.

Auch diesmal war der Platz auf dem Saal knapp bemessen,

Deshalb haben wir in der Museums-Bar gesessen.

 

Zum Frühschoppen steckte der Vorabend,

Manchen noch sehr in den Knochen,

Drum haben sie am Morgen, auf dem Saalklo gebrochen.

Unser Pfingstochse war vor dem Frühschoppen noch sehr breit,

Ihm war der weg zu seinem Pfingstmädchen zu weit.

 

Es ging wieder richtig lustig zu,

Und wir leerten manches Glas im nu.

Unser Pfingsthistoriker ließ sich von der Stimmung so erfassen,

Und hat sich auf einen tanz mit unserem Pfingstkreuz eingelassen.

Einem Burschen hat es diesmal sehr gefallen,

Drum ließ er mehrmals die Hosen fallen.

 

Auch zum Abendschmaus,

Kamen einige Burschen nicht rechtzeitig heraus.

Ein Vorstandsbursche lag zu lang unter der decken,

Und ließ sich von drei Burschen wecken.

Diesmal sollte beim Rausmarsch von Sissi alles anders sein,

So trafen wir alle auf dem alten Speicher ein.

Der 2. Abend war wunderbar,

Denn es waren richtig viele Gäste da.

 

Zur Nachfeier ging es wieder rund,

Und es wurde gefeiert bis zu späten Abendstund.

Bei Sissi in der Schenke, und beim gemütlichen Plausch,

Klang für uns das Pfingstfest langsam aus.

Alles in allem kann ich wohl sagen,

Wir haben das Pfingstfest wie immer recht gut vertragen.

 

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen, allen Leuten Dank zu sagen

Die mit ihrem Schwung und ihren Gaben,

Zum Gelingen des Festes haben beigetragen.

Vielen Dank der Agrargenossenschaft, dem Bestattungsinstitut Wicki,

Dem Eiskaffe Konrad, sowie der Kapelle,

Der Gemeinde Schenke, dem Getränkmarkt Schneegaß

Und den Burschenvätern auf alle Fälle,

Kurz jedem dem hier Dank gebührt,

Fühle sich hiermit geehrt.

Ihr werdet zapplig, ungeduldig, man merk es euch an,

Das Tanzbein juckt hoffentlich schon jedermann.

Deshalb lad ich euch jetzt zum Tanze ein,

Zu Bier und so manchen Gläschen Wein.

Lasst zu guter Musik Eure Hüften schwingen,

Uns lachen, fröhlich sein und singen.

 

Die Kirchheilinger Main, lang hat sie uns Freude gebracht,

Sie war schön und wir haben über andere Dörfer gelacht.

Wir sind sehr stolz auf diesen Baum,

Mit ihn geht heut zu Ende unser Frühlingstraum.

Auf Burschen, lasst den Baum auf die Straße sinken,

Denn ich habe jetzt Durst und muss was trinken.

 

Im nächsten Jahr werden wir vereint hier stehen,

Und an seiner Stelle einen noch schöneren sehen.

 

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen unser Maibaum er soll fallen.

seiner Stelle einen noch schöneren sehen.

 

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen unser Maibaum er soll fallen.