Maienrede 2005

 

Zum Maienfest laden wir Euch ein, kommt alle schnell herbei

wir wollen heute glücklich sein, mein frohes Herz ist schon dabei.

 

Vor vielen hundert Jahren entstand das Fest der Main,

das wir es weiter tragen, soll unser aller Freunde sein.

 

So wie auch im letzten Jahr,

fuhr unsere ganze Burschenschar, zu des Grasses Höhen,

weil dort die schönsten Tannen stehen.

 

Kaum im Walde angekommen,

haben wir unsere erste feste Nahrung zu uns genommen.

Wir brauchten nicht viel Zeit uns zu besinnen,

und die suche nach einer schönen Tanne konnte beginnen.

 

Wir liefen von einem zum anderen Ort,

denn eine schöne Tanne fanden wir nicht sofort.

Nach langem hin und her ,gefiel uns eine Tanne sehr.

 

Wir haben recht behutsam gesägt,

und haben sie langsam auf den Waldboden gelegt,

 

Seht ihn euch an das gute stück,

zusammen mit vereinter Kraft,

haben wir die 28m aus dem Wald geschafft.

 

Pünktlich in Gundersleben angekommen,

haben wir unser Mittag in Empfang genommen,

voller Freude auf das Essen,

haben wir dem Wirt ein Liedchen beigemessen.

 

Bei Speisen und Gesang, hielten wir es aus drei Stunden lang.

  

Der Saal war stark unterkühlt,

drum haben wir mit Bier und Schnaps gespült.

Einem Burschen ist der viele Schnaps nicht bekommen,

darum hat er ihn mit aufs Klo genommen.

 

Diese Rast hat uns sehr gefallen,

denn man hörte unsere Lieder bis auf die Straße schallen.

 

Der Tanz des Pfingstnachwuchses war famos,

dank des Kindergarten und unserer Pfingstmädchen,

war sehr viele los.

 

Endlich zu Hause angekommen,

haben wir  bei strömenden Regen,

dass Tanne stellen in Angriff genommen.

Auf halber Strecke zum Speicher dann,

kamen drei Burschen verspätet in unsern Reihen an.

 

Während des Stellens drehte sich die Tanne im Kreis,

da wurde uns allen ziemlich heiß.

Bei den Zuschauern hörte man ein lautes schallen,

denn sie wäre bald in deren Mitte gefallen.

 

Aber mit dem Gesang unserer Mädchen und 33 mal Burschenkraft,

haben wir die Tanne nach langem Kampf zum stehen gebracht.

 

Wir gingen ziemlich durchnässt nach Haus,

doch zur Disco kamen alle pünktlich heraus.

Ein Pfingstmädchen hat sich jetzt erst erbeten,

mit uns das Pfingstfest zu verleben.

 

Im Sportlerheim stellten wir mit Erschrecken fest,

es war auf Grund verstopfter Leitung völlig durchnässt.

 

Nach altem Brauch stand das Schreiben nun an nächster Stelle,

dabei tranken wir so manches Helle.

Ein Pfingstbursche juckte die Hose gar zuviel,

drum war ein Pfingstmädchen in der Umkleide

sein nächstes Ziel .

 

 

Ein anderer Bursche konnte sich über,

zu wenig Pfeffi nicht beklagen,

drum musste man ihm die Birke,

zum Pfingstmädchen tragen.

 

Die Stimmung zur Disco war sehr schön,

drum wollte keiner zum Birke holen gehen.

Ein Pfingstmädchen ist früher gegangen,

und hat lieber bei der Tannenwache abgehangen.

 

Auf dem Heimweg vom Birke holen dann,

fuhr ein Auto die Birke eines Burschen an.

2 Burschen haben ihre Birken nicht gefallen,

drum hörte man ihre Axtschläge durch Kirchheilingen schallen.

 

Ein Vorstandsbursche war so von Sinnen,

und stellte seine Birke beim falschen Häuschen hin.

Am frühen morgen nach einiger bedacht,

hat er sie dann in den Brühl gebracht.

 

Um Schäden an der Tanne zu vermeiden,

bewachten wir sie von allen Seiten.

Es schafften fast alle zeitig nach Haus,

und kamen zum Kutsche schmücken pünktlich heraus,

 

Am Sonntagmorgen zum Umzuge dann,

zogen wir uns alle festlich an.

 

Wie immer so auch in diesem Jahr,

stellten wir eine kleine Pferdeschar.

So wie es im Leben mal geht,

kamen die Pferde 1 Stunde zu spät.

 

Die Eichsfelder Musikkapelle,

war bei jedem Ständchen zur Stelle,

Auf das Wetter am Sonntag war sehr verlass,

denn wir wurden nicht einmal nass.

 

Die Ständchen haben sicher gut gefallen,

denn wir bekamen reichlich Lob und Gaben von allen.

Wir brachten unsere Pferde pünktlich nach Haus,

und sahen zum Eintanzen sehr festlich aus.

 

Unser diesjähriger Weg war wieder weiter,

denn er führte uns zum „alten Speicher“.

Bei Musik war am Abend noch viel los,

die Stimmung der Gäste war grandios.

Auch diesmal war der Platz auf dem Saal knapp bemessen, deshalb haben wir in der Museums-Bar gesessen.

 

Einem Burschen hat der Sonntag recht gut gefallen,

drum ließ er abends den Kopf auf die Tischkante fallen.

 

Zum Frühschoppen ging es wieder richtig lustig zu,

und wir leerten manches Glas im nu.

Ein Vorstandspärchen lies es beim Teudeburgerwald mächtig knallen,

dabei sind sie vom Tisch gefallen.

Der Kapelle gefällt unser Pfingstfest sehr,

deswegen brachten sie ein Geschenk mit her.

 

Diesmal sollte beim Rausmarsch von Sissi alles anders sein,

so schmückte sich ein Bursche mit Kopfschmuck ein.

Der 2. Abend war wieder mal wunderbar,

denn es waren richtig viele Gäste da.

Ein Bursche hat zu viel Underberg geleckt,

deshalb hat es  ihn vor dem Saale nieder gestreckt.

 

Zur Nachfeier ging es wieder rund,

und es wurde gefeiert bis zu späten Abendstund.

Bei Sissi in der Schenke,

und beim gemütlichen Plausch,

klang für uns das Pfingstfest langsam aus.

 

Alles in allem kann ich wohl sagen,

wir haben das Pfingstfest wie immer recht gut vertragen.

 

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen,

allen Leuten Dank zu sagen,

die mit ihrem Schwung und ihren Gaben zum Gelingen des Festes haben beigetragen.

Vielen Dank der Agrargenossenschaft,

dem Bestattungsinstitut Wicki,

dem Eiskaffe Konrad,

sowie der Kapelle,

der Gemeinde Schenke,

dem Getränkemarkt Schneegaß

und den Burschenvätern auf alle Fälle,

kurz jedem dem hier Dank gebührt,

fühle sich hiermit geehrt.

 

Ihr werdet zapplig, ungeduldig,

man merk es euch an,

das Tanzbein juckt hoffentlich schon jedermann.

Deshalb lad ich euch jetzt zum Tanze ein,

zu Bier und so manchen Gläschen Wein.

 

Lasst zu guter Musik eure Hüften schwingen,

uns lachen, fröhlich sein und singen.

 

Die Kirchheilinger Main,

lang hat sie uns Freude gebracht,

sie war schön und wir haben über andere Dörfer gelacht.

Wir sind sehr stolz auf diesen Baum,

mit ihn geht heut zu Ende unser Frühlingstraum. Auf Burschen, lasst den Baum auf die Straße sinken,

denn ich habe jetzt Durst und muss was trinken.

 

Im nächsten Jahr werden wir vereint hier stehen,

und an seiner Stelle einen noch schöneren sehen.

 

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen unser Maibaum er soll fallen.