Maienrede 2007

 

Schon seit langem steht es fest,

 Heut soll sein das Maienfest.

Doch lasst mich erst begrüßen, alle Einwohner und Gäste

Die unser Fest hier froh vereint.

Noch stehen wir unter des Maibaums Äste,

Der weit in unsere Flur hin scheint.

 

 So wie auch im letzten Jahr,

Fuhr unsere ganze Burschenschar,

Zu des Grasses Höhen,

Weil dort die schönsten Tannen stehen.

 

Mit geleerten Flaschen und lautem Gesang,

 Kamen wir im Walde an.

Wir ruhten nur ein paar Minuten lang,

 Bis der Förster zu uns kam.

  

Wir brauchten nicht viel Zeit uns zu besinnen,

Und die suche nach einer schönen Tanne konnte beginnen.

Wir liefen von einem zum anderen Ort,

Denn eine schöne Tanne fanden wir nicht sofort.

 

Nach langem hin und her,

Gefiel uns eine Tanne sehr.

Wir haben recht behutsam gesägt,

 Doch nach dem Fällen dann,

War leider keine Spitze mehr dran.

  

Nachdem uns der 1. Baum zerbrochen,

Sind wir noch tiefer in den Wald gekrochen.

Der zweite war´s, wir hatten Glück,

Seht ihn euch an, das gute Stück.

Zusammen mit vereinter Kraft,

Haben wir die 27m aus dem Wald geschafft.

  

Zum Mittag in Gundersleben kamen wir verspätet an,

Denn das Birkenschlagen ging schleppend voran.

Voller Freude auf das Essen,

Haben wir dem Wirt ein Liedchen beigemessen.

Bei Speisen und Gesang,

Hielten wir aus zwei Stunden lang.

 

Ein Bursche hatte nach dem guten Essen so weiche Glieder,

Drum legte er sich auf der Bühne,

Hinter dem Vorhang, zum Schlafen nieder.

Einem anderen Burschen ist das Mittag nicht bekommen,

Er hat das Essen wieder mit auf´s Klo genommen.

  

Diese Rast hat uns sehr gefallen,

Denn man hörte unsere Lieder bis auf die Straße schallen.

Während unserer Heimfahrt dann,

Fingen unsere Pfingstmädchen mit dem Kindertanze an.

Was uns sehr freute, es war wieder viel los,

Und der Pfingstnachwuchs fand es auch famos.

  

Inzwischen ging die Heimfahrt zu Ende,

Und wir brauchten viele Hände,

Denn ein Bursche war nach dem Schlafen so benommen,

Wir hatten viel Mühe ihn aus dem Bus zu bekommen.

  

Nach einer kurzen Pause dann,

Fingen wir das lang ersehnte Tanne stellen an.

Mit dem Gesang unser Mädchen und 34 mal Burschenkraft,

Haben wir die Tanne mit viel Schwung zum stehen gebracht.

 

Nach altem Brauch stand das Schreiben nun an nächster Stelle,

Dabei tranken wir so manches Helle.

Ein Bursche hat sich auf dem Sportplatz in Sicherheit gedacht,

Und sein kleines Geschäft,

 Jedoch vor der vorbeiziehenden Polonaise gemacht.

  

Dieses Jahr sah es sehr gut aus,

Denn jeder Bursche ging mit einem Pfingstmädchen nach Haus.

Die Stimmung zur Disco war sehr schön,

Drum wollte keiner zum Birke holen gehen.

Außer zwei Burschen die hielten es nicht aus,

Und rückten zu früh zum Birke holen in den Wald hinaus.

  

Ein Vorstandsbursche hatte sich mit seiner Birke übernommen,

Und hat sie mit 5 Mann zum Stehen bekommen.

Fast alle Burschen kamen zeitig nach Haus,

Bis auf zwei, die kamen zum Kutsche schmücken nicht heraus.

  

Am Sonntagmorgen zum Umzuge dann,

Zogen wir uns alle festlich an.

Wie immer so auch in diesem Jahr,

Stellten wir eine kleine Pferdeschar.

 

Die Eichsfelder Musikkapelle,

War bei jedem Ständchen zur Stelle.

Auf das Wetter war trotz schlechter Vorhersage Verlass,

Denn wir wurden nur zwei mal nass.

 

Ein Pfingstmädchen hatten beim Umzug die Kräfte verlassen,

Sie musste sich den Rest des Tages im Bett zur Ruhe lassen.

Die Ständchen haben sicher gut gefallen,

Denn wir bekamen reichlich Lob und Gaben von allen.

  

Wir brachten unsere Pferde pünktlich nach Haus,

Und sahen zum Eintanzen sehr festlich aus.

Ein Pfingstpärchen hat es nicht geschafft,

Und erst die zweite Runde mitgemacht.

  

Bei Musik, war am Abend noch viel los,

Die Stimmung der Gäste war grandios.

Auch diesmal war der Platz auf dem Saal knapp bemessen,

Deshalb haben wir in der Museums-Bar gesessen.

  

Beim Frühschoppen ging es mit den Seilerstädtern richtig lustig zu,

Und wir leerten so manches Glas im Nu.

Bei der Reise durch den Teutoburger Wald,

Machte beinahe ein Tisch beim „Vögli Vögli Vögli“ die Beine breit.

 

Zum Abendschmaus,

Kam ein Pfingstpärchen nicht rechtzeitig heraus.

Ein Bursche lag zu lang unter der Decken,

Drum ließ er sich von seiner Vermieterin wecken.

Beim Rausmarsch von Sissi zum Alten Speicher dann,

Stimmten wir ein schönes Liedchen an.

  

Der 2. Abend war wunderbar,

Denn es waren richtig viele Gäste da.

Ein Vorstandspärchen bekam eine extra Runde Hurra,

Denn sie beginnen nächste Woche ihr erstes Ehejahr.

  

Zur Nachfeier ging es wieder rund,

Und es wurde gefeiert bis zu späten Abendstund.

Bei Sissi in der Schenke, und beim gemütlichen Plausch,

Klang für uns das Pfingstfest langsam aus.

  

Alles in allem kann ich wohl sagen,

Wir haben das Pfingstfest wie immer recht gut vertragen.

  

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen,

allen Leuten Dank zu sagen,

Die mit ihrem Schwung und ihren Gaben,

Zum Gelingen des Festes haben beigetragen.

  

Vielen Dank

 

Der Agrargenossenschaft

 Dem Bestattungsinstitut Wicki

Dem Eiskaffe Konrad

Der Gemeinde Schenke

Sowie der Kapelle

Dem Getränkmarkt Schneegaß

Und den Burschenvätern auf alle Fälle

 

 Kurz jedem dem hier Dank gebührt,

Fühle sich hiermit geehrt.

 

Ihr werdet zapplig, ungeduldig, man merkt es euch an,

Das Tanzbein juckt hoffentlich schon jedermann.

Deshalb lad ich euch jetzt zum Tanze ein,

Zu Bier und so manchem Gläschen Wein.

Lasst zu guter Musik eure Hüften schwingen,

Uns lachen, fröhlich sein und singen.

  

Die Kirchheilinger Main, lang hat sie uns Freude gebracht,

Sie war schön und wir haben über andere Dörfer gelacht.

Wir sind sehr stolz auf diesen Baum,

Mit ihm geht heut zu Ende unser Frühlingstraum.

 

Auf Burschen, lasst den Baum auf die Straße sinken,

Denn ich habe jetzt Durst und muss was trinken.

Im nächsten Jahr werden wir vereint hier stehen,

Und an seiner Stelle einen noch schöneren sehen.

  

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen,

Unser Maibaum er soll fallen.