Maienrede 2008

 

Schon seit langem steht es fest,

 Heut soll sein das Maienfest.

Doch lasst mich erst begrüßen, alle Einwohner und Gäste

Die unser Fest hier froh vereint.

Noch stehen wir unter des Maibaums Äste,

Der weit in unsere Flur hin scheint.

 

 So wie auch im letzten Jahr,

Fuhr unsere ganze Burschenschar,

Zu des Grasses Höhen,

Weil dort die schönsten Tannen stehen.

 

Dieses Jahr kamen wir nicht pünktlich auf den Weg,

Denn ein Bursche kam zu spät.

 

Mit geleerten Flaschen und lautem Gesang,

 Kamen wir im Walde an.

Wir ruhten nur ein paar Minuten lang,

 Bis der Förster zu uns kam.

 

Wir brauchten nicht viel Zeit uns zu besinnen,

Und die Suche nach einer schönen Tanne konnte beginnen.

Wir liefen von einem zum anderen Ort,

Denn eine schöne Tanne fanden wir nicht sofort.

 

Nach langem hin und her,

Gefiel uns eine Tanne sehr.

Doch an der Tanne konnten wir nicht gleich sägen,

Wir mussten erst eine andere zu Boden legen.

Nachdem wir die Schneise angelegt,

Haben wir unsere schöne Pfingsttanne umgesägt.

 

Dieses Jahr hatten wir Glück,

Denn sie lag da in einem Stück.

Zusammen mit vereinter Kraft,

Haben wir die 26m aus dem Wald geschafft.

Als wir die Tanne zum Drehkranz brachten,

mussten wir einen Hochsitz zur Seite verfrachten.

  

Vor dem Mittag hatten wir noch genügend Zeit,

Und haben noch eine Stunde im Walde verweilt.

Dieses Jahr war in Gundersleben das Lokal geschlossen,

Drum haben wir das Mittag in Allmenhausen genossen.

Bei Speisen und Gesang,

Hielten wir aus drei Stunden lang.

 

Diese Rast hat uns sehr gefallen,

Denn man hörte unsere Lieder bis auf die Straße schallen.

Während unserer Heimfahrt dann,

Fingen unsere Pfingstmädchen mit dem Kindertanze an.

Was uns sehr freute, es war wieder viel los,

Und der Pfingstnachwuchs fand es auch famos.

 

Nach einer kurzen Pause dann,

Fingen wir das lang ersehnte Tanne stellen an.

Mit dem Gesang unser Mädchen und 36 mal Burschenkraft,

Haben wir die Tanne mit viel Zeit und Geschick zum Stehen gebracht.

 

Nach altem Brauch stand das Schreiben nun an nächster Stelle,

Dabei tranken wir so manchen Kirsch auf die Schnelle.

Ein Pfingstmädchen hatte den Schnaps nicht vertragen,

Und wurde vorzeitig nach Hause getragen.

Einem Vorstandsburschen riss der Geduldsfaden,

Drum musste ein anderer Bursche im Wasser baden.

 

Dieses Jahr sah es nicht so gut aus,

Denn ein Bursche ging ohne Pfingstmädchen nach Haus.

Die Stimmung zur Disco war sehr schön,

Drum wollte keiner zum Birke holen gehen.

Ein Bursche war vom Alkohol so benommen,

Und hat seine Birke nicht alleine nach Hause bekommen.

Einem anderen war der Weg zu weit,

Drum machte er sich zum Schläfchen auf dem Sportplatz breit.

Fast alle Burschen kamen zeitig nach Haus,

Bis auf fünf, die kamen zum Kutsche schmücken nicht heraus.

 

Am Sonntagmorgen zum Umzuge dann,

Zogen wir uns alle festlich an.

Wie immer so auch in diesem Jahr,

Stellten wir eine kleine Pferdeschar.

Eines der Pferde hatte auf unser Pfingstfest keine Lust,

Drum legte es sich hin vor Frust,

 

Die Eichsfelder Musikkapelle,

War bei jedem Ständchen zur Stelle.

Das Wetter war dieses Jahr sehr famos,

Drum war die Stimmung im Dorf grandios.

Die Ständchen haben sicher gut gefallen,

Denn wir bekamen reichlich Lob und Gaben von allen.

 

Einem Pferd stand das Abreiten nicht an,

deshalb zeigte es seinem Reiter,

 dass er doch nicht so gut reiten kann.

Wir brachten unsere Pferde pünktlich nach Haus,

Und sahen zum Eintanzen sehr festlich aus.

Ein Pfingstbursche war beim Eintanzen so vermessen,

Und hat deshalb in der Besenkammer gesessen.

Ein Bursche reizte den Kneiper all zu sehr,

Drum machte dieser seine Blase in dessen Schuhe leer.

 

Bei Musik war am Abend noch viel los,

Die Stimmung der Gäste war grandios.

Auch diesmal war der Platz auf dem Saal knapp bemessen,

Deshalb haben wir in der Museums-Bar gesessen.

  

Beim Frühschoppen ging es mit den Seilerstädtern richtig lustig zu,

Und wir leerten so manches Glas im Nu.

Bei der Reise durch den Teutoburger Wald,

Machte beinahe ein Tisch beim „Vögli Vögli Vögli“ die Beine breit.

 

Zum Abendschmaus,

Kam ein Burschenvater nicht rechtzeitig heraus.

Einem Bursche gefiel das Abendessen nicht so gut,

Und hat ein paar Stunden auf dem Klo geruht.

Beim Rausmarsch von Sissi zum Alten Speicher dann,

Stimmten wir ein schönes Liedchen an.

  

Der 2. Abend war wunderbar,

Denn es waren richtig viele Gäste da.

Zwei Vorstandspärchen bekamen eine extra Runde Hurra,

Denn es war für sie das letzte Jahr.

Ein Bursche ging zu Früh nach Haus,

Denn es gingen ihm am Abend die Kräfte aus.

 

Zur Nachfeier ging es wieder rund,

Und es wurde gefeiert bis zu späten Abendstund.

Zwei Pfingstburschen frönten der Liebeslust,

Und gaben sich einen leidenschaftlichen Zungenkuss.

Bei Sissi in der Schenke, und beim gemütlichen Plausch,

Klang für uns das Pfingstfest langsam aus.

 

Alles in allem kann ich wohl sagen,

Wir haben das Pfingstfest wie immer recht gut vertragen.

 

Zum Schluss möchte ich nicht versäumen,

allen Leuten Dank zu sagen,

Die mit ihrem Schwung und ihren Gaben,

Zum Gelingen des Festes haben beigetragen.

 

Vielen Dank

 

Der Agrargenossenschaft

Dem Bestattungsinstitut Wicki

Dem Eiskaffe Konrad

Der Gemeinde Schenke

Frau Vester

Sowie der Kapelle

Dem Getränkmarkt Schneegaß

Und den Burschenvätern auf alle Fälle

Kurz jedem dem hier Dank gebührt,

Fühle sich hiermit geehrt.

 

Ihr werdet zapplig, ungeduldig, man merkt es euch an,

Das Tanzbein juckt hoffentlich schon jedermann.

Deshalb lad ich euch jetzt zum Tanze ein,

Zu Bier und so manchem Gläschen Wein.

Lasst zu guter Musik eure Hüften schwingen,

Uns lachen, fröhlich sein und singen.

 

Die Kirchheilinger Main, lang hat sie uns Freude gebracht,

Sie war schön und wir haben über andere Dörfer gelacht.

Wir sind sehr stolz auf diesen Baum,

Mit ihm geht heut zu Ende unser Frühlingstraum.

 

Auf Burschen, lasst den Baum auf die Straße sinken,

Denn ich habe jetzt Durst und muss was trinken.

Im nächsten Jahr werden wir vereint hier stehen,

Und an seiner Stelle einen noch schöneren sehen.

 

Lasst nun fröhlich die Musik erschallen,

Unser Maibaum er soll fallen.