Die alten Rittersleut

 

Im Grunewald, im Isartal, liebe Leut´s da wars einmal,

da ham edle Ritter g´haust, denen hat´s vor gar nichts graust.

Ja so war´ns, ja so war´ns, ja so war´ns die alten Rittersleut.

Ja so war´ns, ja so war´ns die alten Rittersleut.

 

So ein rechter Rittersmann hatte sehr viel Eisen an.

Und die meisten muß ich sagen hat deshalb der Blitz erschlagen.

Ja so war´ns ...

 

Glaubt mir´s nur zur Ritterszeit war´s Zähneputzen gar kein Freud.

Man tat sich sein Gebiß zerreißen, da selbst die Zahnbürst´ war aus eisen.

Ja so war´ns ...

 

Ging der Ritter mal auf reisen, tat er seine Frau in Eisen,

doch der Knappe Friedrich hatte einen Dieterich.

Ja so war´ns ...

 

Hat ein Ritter den Katarrh, damals war´n die Mittel rar,

hat er der Erkältung getrotzt und geschneutzt, geprutzt, gerotzt.

Ja so war´ns ...

 

Der Ritter Alexander rutsche runter dem Treppengelander,

unten stand ein Nagel vor, seitdem singt er im Knabenchor.

Ja so war´ns ...

 

Ließ ein Ritter einen Furz und die Rüstung war zu kurz,

und er konnt´ kein Hilf erblicken, mußt´ der arme Kerl ersticken.

Ja so war´ns ...

 

Soff der Ritter mal wie toll und er hatt´ die Blase voll,

mußt´ er auf´m Pferd gar pieseln, ließ er´s links vom Rappen rieseln.

Ja so war´ns ...

 

Lies der Ritter einen fahren, wurd´s ihm in der Rüstung warm.

Doch er macht sich gar nichts draus, ließ ihn zum Visier heraus.

Ja so war´ns ...

 

Ja der Ritter Blasudul, der war auch ein bißchen schwul.

Er baut sich in den Arsch ´nen Draht und wartet, daß der Blitz einschlagt.

Ja so war´ns ...

 

Ritter Siegfried warf den Speer, doch er fand ihn nimmermehr.

Denn er steckte ganz präzise in der Jungfer Anneliese.

Ja so war´ns ...

 

Und der Ritter Ottokar fuhr mit einer Kutsche gar.

Dann fiel um das dumme Schwein, gerade in die Scheiße rein.

Ja so war´ns ...

 

Und der Ritter Theofiel wollte immer fressen viel,

denn er war ein fettes Schwein, paßt nicht mehr in die Rüstung rein.

Ja so war´ns ...

 

Auf dem Turm da stand ein Wächter, in die Ferne ja da spächt er.

Damit sich nicht einer dreist und mitten auf den Burghof scheißt.

Ja so war´ns ...

 

Auf der grünen Ritterswiese macht ein Ritter piesel piesel.

Plötzlich flog ein Stein, oh Schreck, und das schöne Ding war weg.

Ja so war´ns ...

 

Und das Ritterfräulein Stasi hat am Arsch ein Wasserblasi.

Diese kam vom Keuschheitsgürtel, der ihr druckt am Hinterviertel.

Ja so war´ns ...

 

Und das Ritterfräulein Rosel trug auch nachts ein eisern Hosel,

drum nahm der Ritter Kundribit immer eine Blechscher mit.

Ja so war´ns ...

 

Und das Ritterfräulein Zenzi, mei wie war das Madel bremsi.

Kam ein Ritter in die Näh´, mußte er auf´s Kanapé.

ja so war´ns ...

 

Und das Ritterfräulein Hexi, mei wie war das Madel sexy,

sah ein Ritter ihre Brüstung, schon verlor er seine Rüstung.

Ja so war´ns ...

 

Und der besoff´ne Ritter Klaus kam schimpfend aus dem Freudenhaus,

weil da drinnen so ein Luder sich neigestreut hat Juckepuder.

Ja so war´ns ...

 

Und der Sohn vom Ritter Runk versuchte sich am Weidenstrunk.

Dabei wurd´s ihm schrecklich warm, denn drinnen haust ein Bienenschwarm.

Ja so war´ns ...

 

Und der Ritter Eduard, der hat auf sein Dirndl g´wart.

Nach fünf Stund´ ist´s noch nicht g´komme, da hat er wieder die Hand genommen.

Ja so war´ns ...

 

Und das Ritterfräulein Anna war von einem Neger schwanger.

Sie sprach egal ob schwarz ob weiß, Hauptsache es wird kein Preuß.

Ja so war´ns ...

 

Wollt ein Ritter einmal schnachseln, mußt er aus der Rüstung kraxeln.

Das ist ernst beschwerlich g´worden, darum sind sie ausgestorben.

Ja so war´ns ...